Ein mögliches Rezept
Man nehme ein großzügiges Stück Freiheit – politisch, sozial und finanziell.
Einfach alles rein, was nach „Leben ohne unnötigen Stress“ klingt.
Dann einen ordentlichen Schuss freundliches, verlässliches Umfeld dazugeben –
am besten gut durchgezogen und nicht zu salzig.
Weiter geht’s mit einer Portion sinnvoller Beschäftigung, einer Prise Kreativität
und einem großzügigen Löffel Anerkennung.
Das Ganze leicht anbraten, bis es nach „Das bin ich!“ duftet.
Nun kommt die Sexualität dazu – sanft angedünstet, ohne romantisches Glitzerkonfetti,
denn wir wissen ja: Haltbarkeit variiert.
Mit einer Messerspitze körperlicher Nähe verfeinern.
Gefühle wie Trauer und Wut nicht weglassen – sie sind wie Gewürze:
manche scharf, aber ohne sie schmeckt’s fad.
Ein paar persönliche Wohlfühlinseln unterheben.
Freude auf kommende Dinge einrühren.
Andere Meinungen und neue Blickwinkel großzügig zulassen –
die sorgen für geschmackliche Überraschungen und erweitern das Buffet des Lebens.
Freundschaften gut pflegen, regelmäßig umrühren
und nicht vergessen, zwischendurch ein bisschen Wärme dranzugeben.
Vergangenes bitte nicht wieder aufwärmen – ist wie altes Essen,
gestern vielleicht gut, heute eher „naja“.
Lieber nach vorn kochen und planen.
Natur genießen, gelegentlich alles über den Haufen werfen
und völlig neu anfangen – Küchenchaos ausdrücklich erlaubt.
Krankheiten und Endlichkeit akzeptieren (wir sind alle nur begrenzt haltbar).
Sich weiterentwickeln – Zeiten ändern sich schließlich schneller als Mindesthaltbarkeitsdaten.
Und zum Schluss den wichtigsten Satz wie Sahne oben draufsetzen:
Ich bin gut so, wie ich bin