Ich bin Mitte 30, biologisch männlich und sehr devot. Meine feminine Seite ist für mich nichts Stolzes oder Glamouröses, sondern etwas, das ich mit Scham, Unterordnung und dem starken Wunsch verbinde, mich nützlich zu machen.
Ich suche nicht nach einer Rolle, in der ich bewundert, umworben oder auf Augenhöhe behandelt werden muss. Im Gegenteil: Mich reizt es, ganz unten anzufangen. Als devote Putzfrau. Als jemand, der schweigt, wartet, Anweisungen befolgt und die Arbeiten übernimmt, auf die andere keine Lust haben. Böden schrubben, Müll beseitigen, hinter anderen herräumen, schmutzige Toiletten reinigen – gerade die Aufgaben, die unangenehm, eklig oder erniedrigend wirken, treffen bei mir einen sehr tiefen Nerv.
Ich bin außerdem neugierig auf eine Rolle, die mir selbst noch peinlicher ist: die einer völlig unerfahrenen Anfänger-Nutte im reinen, vorher abgesprochenen Rollenspiel. Nicht selbstbewusst, nicht souverän und nicht erfahren – sondern genau das Gegenteil. Unsicher, beschämt, lernbereit und darauf angewiesen, dass mir gesagt wird, wie ich mich in dieser Rolle zu verhalten habe.
Ich merke, dass ich mich danach sehne, immer weniger Ansprüche zu stellen und stattdessen dankbar dafür zu sein, überhaupt einen Platz zu bekommen. Wenn dieser Platz als Putzfrau ist, dann putze ich. Wenn die Aufgabe dreckig ist, dann mache ich sie trotzdem. Wenn ich mich dabei schäme, gehört genau diese Scham für mich dazu.
Ich bin sehr empfänglich für Demütigung, klare Hierarchien, Feminisierung und das Gefühl, mich unterordnen zu dürfen. Ich brauche nicht das Gefühl, besonders wichtig zu sein. Mir reicht oft schon das Gefühl, nützlich zu sein – selbst wenn mein Nutzen nur darin besteht, den Dreck anderer wegzumachen und mich dafür noch zu bedanken.
Vielleicht bin ich am Ende genau dafür geeignet: als stille, bedürftige, feminisierte Putzfrau, die froh ist, wenn sie gebraucht wird – und vielleicht irgendwann als beschämte Anfänger-Nutte im Rollenspiel, die klein genug geworden ist, diese Fantasie nicht mehr nur heimlich zu denken, sondern offen zuzugeben.
Meine Grenzen fallen mir ehrlich gesagt schwer in Worte zu fassen, weil ein Teil von mir am liebsten einfach „mach mit mir, was du willst“ sagen würde. Aber so devot und aufgebend ich auch bin: Einvernehmlichkeit und vorherige Absprachen sind für mich unverzichtbar.
Was mich reizt, darf beschämend, dreckig, erniedrigend und auch ziemlich unangenehm sein. Ich kann mir vorstellen, für Arbeiten eingesetzt zu werden, vor denen andere sich ekeln, Toiletten zu putzen, Müll und Schmutz wegzumachen und dabei ganz deutlich die unterste Rolle einzunehmen. Auch meine Fantasie, mich irgendwann als völlig unerfahrene „Anfänger-Nutte“ ausprobieren zu lassen, darf sehr demütigend sein.
Aber ich möchte nicht wirklich gefährdet, verletzt oder gegen meinen Willen übergangen werden. Keine dauerhaften Schäden, keine absichtliche gesundheitliche Gefährdung und nichts, was vorher klar ausgeschlossen wurde. Ebenso nichts mit Personen, die nicht ausdrücklich zugestimmt haben.
Vielleicht ist genau das meine eigentliche Grenze: Ich möchte mich innerhalb eines sicheren Rahmens möglichst weit aufgeben dürfen – aber dieser Rahmen muss vorher gemeinsam feststehen. Gerade weil ich dazu neige, mich kleinzumachen und viel auszuhalten, brauche ich jemanden, der meine Devotion nicht mit einem Freibrief verwechselt.
