Du hast freiwillig auf mein Profil geklickt.
Ab hier hast du drei Optionen: lachen, leise weinen oder panisch den Gehirnmario suchen.
Falls ich vorher auf deinem Profil war: Sorry, ich bin neugierig und hinterlasse manchmal Kekskrümel.
Ich schreibe eher selten Profile an, da mein demisexuelles Hirn immer einen Zündfunken braucht, um zu wissen, ob man in der gleichen BDSM-Nische zuhause ist und ich auch nicht unnötigerweise die übervollen Postfächer der Damenwelt weiter aufblähen muss.
Leere Profile, reine Standardangaben oder nur ein Bild lassen für mich keine Persönlichkeit durchblicken, dass ein Interesse weckt.
Wenn du aber denkst, das könnte passen: Schreib mir gern, dann schauen wir gemeinsam, ob’s kribbelt.
Und falls der Gesprächseinstieg gar nicht dein Ding ist, schreib mir einfach "Blub", "Dein Text hat mich verstört, erzähl mir mehr!" oder anderen Unsinn.
Dann übernehme ich das Gelöchere, also hier Dings Fragen und so! Außerdem mag ich Unsinn.
Am besten bezwingst du aber vorher den Endgegner des Profils, die Textwand!
In diesem komischen Real-Life höre ich auf den Namen Christian. Und nein, wir machen jetzt nicht den Witz zu diesem komischen Roman auf.
Bin 195 flauschige Zentimeter klein, normal gebaut und kullere von selbst keinen Abhang herunter, außer du schiebst. Und das wäre echt fies!
Um die Zersetzung meines Hirns zu verhindern, also falls es nicht eh schon zu spät ist, wuseln auf meinem Kopf so Straßenköterbraune Haare auf dem Kopf herum, die sich nicht entscheiden können, ob sie wieder mal ins blonde wechseln wollen, oder nicht.
Der Kalender sagt zwar ich bin 42, dem Geschlecht geschuldet mental öfters auch mal 12.
Dafür kann ich aber wirklich nichts! Am Ende dient das Alter eh nur dazu, anzuzeigen, wie viel Schauspieltalent wir uns über die Jahre angeeignet haben, damit andere glauben, wir hätten alles im Griff, während im Kopf nur ein schrilles ‚Panik!‘ umherwabert.
Charakterlich bin ich voll die Special Edition mit Glitzerfolie und beigelegten Wahnsinn. Also du bist nicht blöd, nur speziell.
Auch hier wieder, das liegt nicht an mir, man kann halt auch einfach mal Pech beim Denken haben.
Eine Freundin meinte mal ich sollte einen Charaktertest machen, wo INFJ-T bei rauskam.
Keine Ahnung ob da wer was mit anfangen kann, ich hätte mit dem Resultat "Panda" gerechnet.
Beim anderen hoch serösen Test kam Haus Hufflepuff raus. Das klingt weit mehr nach mir.
Dazu arbeitetet mein Hirn im Introvertierten Modus, wodurch Smalltalk, Menschenmengen oder belanglose Partys zu absoluten Endgegnern mutieren.
Unterhalte mich aber gern mit anderen Menschen, solange es um ein Thema mit Tiefe geht und nicht das aktuelle Wetter.
Zudem liebe ich Harmonie, verabscheue Lärm, Streitereien und jede Form von aggressiver Selbstdarstellung.
Menschen die ständig stänkern müssen, weil ihnen der Tag sonst zu ruhig ist, sind mit mir genauso wenig kompatibel wie AfD Wähler.
Sollte man mich zu lange reizen, kann aber auch ich explodieren, nur ist das immer so nervig die Blutflecken wieder aus dem Teppich zu bekommen.
Wie schon erwähnt ticke ich demisexuell. Ein sexuelles Verlangen gegenüber einer anderen Person entwickelt sich erst wirklich durch eine Verbundenheit/Tiefe und muss mich vom Kopf her triggern, nicht nur optisch. Die Chancen das ich beim ersten Date über Jemanden herfallen möchte, sind also eher gering, außer du reibst dich vorher in Keksteig ein.
Zu meinen Hobbies gehören der konsequente Machtausbau, die mentale Reizpflege und die ehrgeizige Mission, Luftpolsterfolie zu unterwerfen.
Falls du dir darunter nichts vorstellen kannst: Das ist Luftpolsterfolien-Wrestling auf olympischen Niveau, oder vielleicht drücke ich auch nur auf die Polster und freue mich wie ein kleines Kind.
Zur mentalen Reizpflege stürze ich mich gern in virtuelle Abenteuer, oftmals verpönt als "Gaming", aber ist es mein Versuch, Prinzessinnen zu retten, die sich leider nie das Halsband mit Kette anlegen lassen wollen, obwohl sie im nächsten Serienteil gleich wieder verschleppt werden. Angekettet wäre das nicht passiert!
Abseits vom Computerbildschirm und entweichenden Luftgeräuschen, verdinge ich mich als Anime/Serienjunkie und Buchstaub-Inhalierer solange es was mit Sci-Fi oder Drachen zu tun hat.
Und apropos Drachen: Können wir mal kurz über die offensichtliche Ungerechtigkeit sprechen, warum immer der Prinz der Held ist?
Der Typ folgt nur Befehlen, trägt das Schwert von Papi und soll die Prinzessin brav heimbringen, um durch die Hochzeit die Erbschaftslinie zu sichern.
Der Drache dagegen? Der riskiert alles, kämpft allein gegen eine Armee, entführt die Prinzessin aus purer Leidenschaft und steckt sie in einen Käfig und knebelt sie sogar.
Wo ist der jetzt bitte der Bösewicht?
Wenn mir das alles doch zu viel wird, hüpfe ich aufs Fahrrad und mache die Ostseeküste unsicher. Und wenn grad nicht alles rund läuft im Kopf, sogar im Regen.
Nebenbei plane ich wie es sich für einen guten Dom mit Größenwahn und Kontrollfimmel gehört auch die Weltherrschaft.
Irgendwer muss ja Verantwortung übernehmen. Aktuell scheitert es aber noch am Laserpanda mit Jetpack.
Ich suche im übrigens die Partnerin die auch Komplizin ist. Wenn du gut darin bist, überdimensionale Karten an die Wand zu pinnen und leise neben dem Superschurkenthron zu knien, dann fülle doch bitte Passierschein A38 aus.
Zählt Kopfkino schauen und daraus neue BDSM-Praktiken ableiten, eigentlich auch als Hobby?
Natürlich könnte ich meine Tage mit Gaming, Disziplinierung von Luftpolsterfolie und dem Verfassen sadistisch liebevoller To-do-Listen verbringen.
Da sich aber hochwertige BDSM-Ausrüstung, Laserpandas und Wandkarten in Übergröße leider nicht durch Luft und Liebe finanzieren lassen, habe ich natürlich auch einen Job.
Nachdem aber die Ausbildung zum Pferdebesamungsassistent durch eine zu emotionale Bindung zum Klientel scheiterte und LEGO-Architekt für BDSM-Dungeons angeblich "nicht marktfähig" sei, wurde ich halt das, was jeder wird, der viel denkt und wenig schläft: Informatiker.
Oder wie ich es nenne: Herr über Bits und Bytes.
Ich weiß zwar immer noch nicht ob ich die richtige Branche gewählt habe, aber auf alle Fälle ist sie ziemlich pervers.
Wo wir doch grad beim Thema pervers sind, können wir doch mal zum BDSM Teil übergehen.
Prüf schon mal dein WLAN ob es stabil genug ist, um sofort flüchten zu können.
Also das ich jetzt super mega heftig dominant bin, muss ich ja jetzt wohl niemanden mehr erzählen.
Und wenn man es mir nicht glaubt, dann mache ich es dem Damwild gleich, und pupse laut, um meine Dominanz im Rudel zu manifestieren.
Wer jetzt aber den Anzug tragenden Klischee Dom, mit Helikopter und leblos kalten Gesicht im Sinn hat, könnte von der Wirklichkeit nicht weiter entfernt sein.
Für mich ist BDSM bisher immer ein Teil meines Lebens gewesen, und auch schon als kleiner Stöpsel gabs skurrile Gedanken im Kopf die man da noch nicht so richtig zuordnen konnte.
Besser wurde das mit den Jahren aber nicht, und bei einigen nicht so am Mainstream angesiedelten Neigungen erwische ich mich auch immer wieder mit dem Gedanken, dass man das eine oder andere nicht unbedingt mögen sollte und es auf so vielen Ebenen falsch und verwerflich ist, dass es eigentlich die sieben Dragonballs benötigen würde, um erst neue Ebenen zu schaffen, um das Ausmaß dieser angesammelten bunten Knete im Kopf greifbar zu machen.
Zum Glück funktioniert mein moralischer Kompass noch gut genug, um mich davon abzuhalten, jede bizarre Idee aus diesem pinken Hirnpudding ernsthaft zu verfolgen.
Meine BDSM-Welt ist das Resultat aus verklärter Romantik, ausufernden Kontrollwahn, sadistischen Mindfucks und mit den viel zu früh in Berührung gekommenen Tentakelfilmchen.
Ich bevorzuge eine Beziehungsform mit einem dauerhaften, klaren und möglichst unmissverständlichen Machtgefälle mit einer festen Partnerin.
Wenn ich das jetzt aber in eine Begrifflichkeit zwängen müsste, wäre das wohl noch am ehesten TPE.
Aber bin ich viel zu sehr Dom, als das ich mir von einem Begriff erklären lasse, wie ich meine strukturierte Beziehungsdynamik mit sadistisch grinsendem Panda und seiner Regenbogen pupsenden Märchenstute ... äh Einhorn ... benennen würde. Also ich bin der Panda in der Metapher ... nur damit da nichts durcheinander kommt!
Innerhalb der Dynamik mag ich am liebsten meine Herzdame zu entmenschlichen und sie zu einem Häuflein Nichts zu erniedrigen und innerhalb dieses steilen Machtgefälles mit ihr zu interagieren, um dann aber auch wieder zu entscheiden wie viele Privilegien ich ihr zugestehe und ob sie nun der Fußabtreter oder meine Prinzessin sein darf.
Ey jetzt schaut nicht so, ich kann da nix für, was sich meine Hirnwindungen da so raus pressen.
In meinem Kopf wohnt eine ziemlich dysfunktionale WG aus Stimmen, die mir ständig reinreden und über Kontrollverlust, sensorische Deprivation, langen durch die Wohnung rasselnden Ketten und Aftercareflauschorgien erzählen.
Manchmal schmeißen die sogar Konfetti! Aber ich weiß, was ihr jetzt denkt, und liegt völlig falsch. Ich bin nicht verrückt und kann ja mal wohl nichts dafür, wenn die nicht mit euch reden wollen!
Eine detaillierte Liste mit allen Dingen, die mir gefallen würde jetzt aber wohl auch verschrecken .... ich meine ... den Rahmen sprengen ... ja ja den Rahmen! Und somit hebe ich mir solche Themen lieber für private Gespräche auf. Das ist aber so grob mein Grundgerüsts des Wahnsinns.
Für neue Ideen und Dinge, die man in die Dynamik implementieren kann, bin ich immer offen und schaffe es auch in aller Regelmäßigkeit irgend etwas im Forum zu lesen, und 10 Minuten später festzustellen das mich das Thema nicht mehr loslässt.
Auch schräge Ideen finden bei mir ein Zuhause und tauche mit meiner Herzdame gerne auch in dunkle Gewässer. Wer hätte das jetzt gedacht!
Und wer jetzt mit der Machbarkeit und diesem RealLife Dings kommt, den hau ich!
Hab ja wohl mit dem Text schon bewiesen wie intellent ich bin und beim Familienessen mit Schwiegereltern jetzt nicht darauf bestehe, dass Flauschie aus dem Napf zu essen hat.
Ja und was suche ich jetzt also für einen Regenbogenunfall? Mitschreiben, das wird später abgefragt!
Also erst mal sollte sie genauso viel bunte Knete wie ich im Kopf haben, oder alternativ farbenfrohe Zuckerwatte.
Zudem TPE aufgeschlossen sein, ein aktives Verlangen nach einem steilen Machtgefälle mit Degrading Elementen mitbringen und Metakonsens leben.
Mitten in der Nacht nicht grantig reagieren, wenn ich sie von ihrem Schlafplatz entführe und ins Bett verfrachte, weil ich ein Plüschtier benötige.
Und allgemein den im Profil genannten Dingen eher positiv zugeneigt und ständig unterflauscht sein.
Ob Anfänger oder Vollblutstute ... boah ich muss von diesem Einhorn Thema runter.
Ich erwarte kein Null auf Hundert und bedeutet eine neue Partnerin sowieso immer, dass man sich aufeinander eingrooven muss um zu schauen, was Freude bringt, oder eben nicht.
Wie intensiv das dann ausartet, ist eine Sache die man mit der Partnerin auslotet.
Ich lasse mich da aber sehr gerne outkinken.
Mit dem Konzept Brat kann ich nicht so viel anfangen, da mein Kopf ein glaubwürdiges Machtgefälle möchte, Strafen auch ein Instrument mit Lerneffekt sein sollen und es für mich irgendwie nicht glaubwürdig wirkt, wenn ich ständig herausgefordert werde, obwohl ich mich pandahaft einfach auf Sub setzen könnte und Ruhe ist.
Ach ja, und ich mag lange Haare bei meinem Flauschie, also so Sub mit Glatze ist gar nicht meins. Man muss wuscheln können!
Vielleicht aber noch ein paar Dinge zur Partnersuche, bzw. Erwartungsmanagement:
Ich habe keinen direkten Frauentyp, den ich suche, also Herkunft / Etnie sind mir genauso Pusteblume wie Körper oder Brustgrößen.
Habe aber auch einen oberflächlichen Makel und muss gestehen das ich mit molligen Frauen leider nichts anfangen kann. Sorry. ![]()
Wichtig zu erwähnen wäreauch noch, dass so wie ich BDSM leben möchte, nicht gerade kinderfreundlich ist. Dem Kind zu erklären, warum Mutti da gerade aus dem Napf mümmelt, oder das große Versteckspiel, sind keine Szenarien, die ich erstrebenswert finde.
Die sehr starke Neigung nach Erniedrigung und der Wunsch konsequent/dauerhaft, wie ein Objekt bzw. niedere Kreatur gehalten zu werden, sollte wie das Verlangen nach einer restriktiven Beziehungsdynamik Teil von Subs BDSM-DNA sein. malt ein Einhorn daneben
Außerdem wäre es praktisch, wenn herabwürdigende Praktiken, Kontrollverlust und Kekseauf dem Wunschzettel stehen.
Und ich erwarte die Fähigkeit Feedback zu geben. TPE hin oder her, und wie viel Sub auch über den Metakonsens kompensieren kann.
Mein Anspruch ist es, dass man als Duo die größtmögliche Freude daraus ziehen kann und noch kann ich nicht hellsehen.
Zudem bin ich introvertiert. Erwarte also keine Partygranate oder einen Dom der laut wird. Das ist nicht mein Art.
Ich mag eine intensive Beziehung zu meiner Partnerin pflegen, muss dies aber nicht zwingend nach außen tragen, oder durch ein fehlgeleitetes Geltungsbedürfnis damit angeben.
Ach ja, und wie du sicherlich schon mitbekommen hast, bin ich doch etwas nerdy. Themen aus der Ecke oder meine Begeisterung für nerdige BDSM-Spielereien bitte einfach als charmante Charaktereigenschaft verbuchen.
Noch praktischer wäre nur wenn du Katzen-Öhrchen hast oder selbst voll im Stoff stehst. Vielleicht auch beides.
So, jetzt haben wir es mit dem Text echt fast geschafft, aber wollte ich noch ein paar Worte loswerden, ohne das ich ständig mit meinem Humor dazwischen grätsche.
Mein Text enthält eine Menge überzeichnete Darstellungen, Sarkasmus und Selbstironie tropft an der einen oder anderen Stelle heraus.
Und wenn ich dich damit zum Schmunzeln gebracht habe, dann kann ich mir für den Tag wenigstens eine gute Tat verbuchen.
Ich möchte hier aber noch einmal betonen das für mich im BDSM auch eine nicht zu unterschätzende Ernsthaftigkeit liegt, wie man die Beziehung gemeinsam gestaltet oder die Verantwortung die man als Dom gegenüber seiner Schutzbefohlenen hat.
Natürlich geht es auch bei mir oft witzig zu, aber nie auf Kosten der Dynamik.
Ich hoffe, ich konnte das ins richtige Licht rücken.
So, jetzt sind wir wirklich am Ende des Profiltextes angekommen.
Hast du bis hier hin durchgehalten und nicht fies drüber gescrollt, hast du dir jetzt einen Keks* verdient!
Und solltest du den Kontakt suchen wollen und weißt nicht, wie du anfangen sollst, hatte ich am Anfang des Textes dafür ja schon einen kurzen Leitfaden hingekritzelt..
Sollte vorher ein Aufenthalt in einer Psychiatrie von Nöten sein, dann nimm doch gleich eine Zwangsjacke in deiner Größe bei der Entlassung mit, ja?
Disclaimer:
Dieser Beitrag kann Spuren von Sarkasmus enthalten.
Bei Risiken und Nebenwirkungen befragen sie die Klapsmühle oder ihren Hirnwartungsspezialisten.
Rechtschreibfehler sind beabsichtigt und zur Belustigung gedacht.